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BWL Studium

Unter Betriebswirtschaftslehre (kurz BWL) versteht man ein Teilgebiet der Wirtschaftswissenschaften. Der wirtschaftliche Umgang mit Konsumgütern steht im Fokus dieser Disziplin. Anders als die Volkswirtschaftslehre konzentriert sich die Betriebswirtschaftslehre im Ganzen auf Entscheidungsprozesse bei der Gewinnung und Vermarktung von Gütern in Unternehmen und Betrieben.

Ein Studium der Betriebswirtschaftslehre ist nach wie vor eines der beliebtesten Studiengänge deutschlandweit. Im Wintersemester 2002 / 2003 waren in Deutschland über 150.000 Studenten an Universitäten und Fachhochschulen für das Studienfach Betriebswirtschaftslehre eingeschrieben. An dieser Beliebtheit hat sich seitdem nichts geändert.
Betriebswirtschaftslehre kann an Universitäten und Fachhochschulen studiert werden. Zugangsvoraussetzung ist hierbei entsprechend die allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife. Erstere kann an Gymnasien und Berufsoberschulen erworben werden, letztere an Fachoberschulen.

Während das Studium der Betriebswirtschaftslehre an Universitäten den eindeutigen Fokus auf den theoretischen Ansätzen der Betriebswirtschaftslehre legt, versucht die Fachhochschule das erlernte theoretische Wissen mit praktischen Bezügen zu verknüpfen. Hierzu sind vom Studierenden zwei Praxissemester obligatorisch zu absolvieren, die er in Einrichtungen seiner Wahl ableisten kann. Diese müssen jedoch eindeutig zum Einsatzgebiet der Betriebswirtschaftslehre zuzuordnen sein. Die erfolgreiche Teilnahme an den beiden Praxissemestern fließt in die Gesamtnote des Studiums mit ein.

Abgeschlossen wird ein BWL Studium stets mit dem akademischen Titel eines Bachelors oder Masters (früher Diplom). Für beide Grade ist eine schriftliche respektive mündliche Abschlussprüfung erforderlich. Um zu dieser Abschlussprüfung zugelassen zu werden, muss der Studierende bis zu einer gewissen Semesterzahl die Mindestzahl an fachlichen Qualifikationen vorweisen können. Diese werden durch die vorhergehenden Kurse und Seminare in Form von den berühmten „Scheinen“ erworben. Ohne diese wird der Student nicht zur Abschlussprüfung zugelassen werden.

Typische Unterrichtsfächer sowohl an Universitäten als auch an Fachhochschulen sind unter anderem Grundlagen der Betriebswirtschafts- und Volkswirtschaftslehre, Finanzmathematik und Controlling. Letzteres meint die Überprüfung betriebswirtschaftlicher Entscheidungsprozesse innerhalb eines Unternehmens. Dies stellt oftmals einen besonderen Schwerpunkt im Rahmen eines BWL Studiums dar und war in vergangenen Zeiten nicht selten ein beliebtes Thema bei Diplomarbeiten.

Beliebte und bekannte berufliche Einsatzfelder nach dem Studium der Betriebswirtschaftslehre sind neben der Unternehmensberatung, die Arbeit in Banken und Versicherungen, in Marketing- und Personalabteilungen sowie in der Wirtschaftsprüfung oder Steuerberatung. Die Handlungsfelder sind bei dieser Disziplin wie kaum bei einer anderen vielfältig. Die Arbeitsmöglichkeiten eines ausgelernten Betriebswirtes reichen zudem von der Tätigkeit im Öffentlichen Dienst bis hin zur Leitung eines Unternehmens. Kaum ein anderer Beruf bietet so zahlreiche Aufstiegschancen oder Möglichkeiten der beruflichen Selbständigkeit.




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